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#4 Krokodile, Schildkröten und der Berg der Sklaven

December 8, 2017

 

Wir fahren von unserem Feriendomizil in Flic en Flac mit zwei PKW (sechs Erwachsene, 2 jugendliche Einheimische und ein Kleinkind) bei, na ja, nicht gerade bestem Wetter recht spät gegen 10.00 Uhr morgens, über die berüchtigten Phönix-Kreisel und die Autobahn in Richtung Souillac, dem südlichsten Städtchen auf der Insel. Von dort geht es weiter in Richtung Rivière des Anguilles und danach zweigt die Zufahrt zum La Vanille Park (früher: Vanilla Crocodile Park) rechts ab.

 

Eben noch umgeben von großen Zuckerrohrfeldern taucht man beim Eintritt in den Park in eine eigenständige subtropische Pflanzen- und Tierwelt ein. Den Hinweis auf Stechmückenprophylaxe sollte man ernst nehmen! Tropische Hölzer gedeihen wie seit Urzeiten in diesem feucht-heißen Klima des Parks. So findet man hier einheimische und andere tropische Tierarten, wie Riesenschildkröten, Boas, Geckos und Chamäleons, Flughunde und selbstverständlich jede Menge Krokodile, die aus Madagaskar eingeführt wurden und sich hier augenscheinlich pudelwohl fühlen. Natürlich sind diese die Hauptattraktion des Parks. Wir hatten Glück, dass wir gerade rechtzeitig zur Fütterung dieser Raubtiere eingetroffen sind (normalerweise findet diese um 10.30h oder 11.30h statt). Für die meisten Besucher wohl ein einmaliges Erlebnis - ein sicher ganz selten zu sehendes Naturschauspiel ist es allemal. Mit einem Gewicht von ca. 1500 kg ist so ein Krokodil ganz schön flink beim Schnappen nach Beute. Heute gibt es Hähnchenstücke, die von beweglichen Seilen der Parkmitarbeiter erschnappt werden müssen, wobei der Kampf um den besten Platz zum Biss auf die Beute unter den Krokodilen heiß umkämpft ist. Ansonsten sind die Krokodile wohl eher faule Gesellen, die gerne dösen. Interessant, dass manche bei Gefahrvermutung mit einem offenen Auge schlafen können.

 

Die weitere große Attraktion des Parks sind die Riesenschildkröten, die in beinahe unzähliger Anzahl als Minis (einjährig), als Heranwachsende oder auch als Maxis (über 100-jährig) zu bestaunen sind. Sehr zur Freude der Eltern, durfte unsere Zweijährige für ein Foto bei einer alten Riesenschildkröte auf den Panzer sitzen.

Wir spazieren weiter, kommen dabei wieder an den Chamäleons und Hirschen vorbei zum Kleintiergehege, dem Ende des sehr eindrucksvollen und in dieser Kombination von Flora und Fauna wohl einzigartigem Parks.

 

Unsere Weiterfahrt führt uns zum Strand von Gris Gris (wörtlich übersetzt: grau grau), der eher wohl den Zauberzeremonien (gris gris), die in früheren Zeiten hier abgehalten wurden, seinen Namen verdankt. Hier werden wir mit einem tollen Blick auf den aufgewühlten indischen Ozean verwöhnt, der an die Atmosphäre der französischen Nordatlantikküste erinnert. Danach erreichen wir unser vorletztes Ziel unseres heutigen Ausfluges: „La Roche qui Pleure“ (der weinende Fels); der nächste Fixpunkt wird in Richtung Süden erst der Südpol sein, eine unwirkliche Vorstellung. Ungeschützt, ohne Riff, prallen die teilweise gewaltigen Wellen gegen die Felswände. Durch das langsam ablaufende Meerwasser sieht es aus als ob das Wasser von oben kommt! Je nach Wetterlage können bei jeder neuen Welle neue Regenbogen entstehen. Ein spektakuläres, kraftvolles Spiel der Naturgewalten!

 

 

 

 

 

 

 

Auf unserem Rückweg an der Küstenstraße entlang werden wir in einem kleinen Lokal direkt an der Straße freundlich aufgenommen und sehr preisgünstig kulinarisch verwöhnt. Das Lokal befindet sich vom Süden kommend am Ortsausgang von Baie du Cap auf der rechten Seite kurz vorm Abzweig nach Chamarel. Was unten wie ein Imbiss aussieht entpuppt sich als kleines Restaurant in der ersten Etage. Der frische Fisch und der Oktopussalat schmecken uns allen hervorragend!

 

Den Abschluss dieses erlebnisreichen Tages bildete bei strahlendem Sonnenschein das Badevergnügen am Sandstrand von Le Morne unterhalb des zum Weltkulturerbe gehörenden Berges Le Morne Brabant, dem Schicksalsberg der Mauritier. Den Berg kann man natürlich auch besteigen, hier findet man organisierte Touren. Und für alle, die die Tour nachfahren wollen: Schnorchelausrüstung nicht vergessen!

 

 

 

 Vielen Dank an Klaus S. für diesen Gastbeitrag!

 

 

 

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